Klassifikation nach ICD-10 F50.0
Wenn Essensverweigerung das Leben bestimmt
Eine Magersucht entwickelt sich oft schleichend – meist beginnt sie mit einer Diät. Mit der Zeit dreht sich dann bei den Betroffenen alles um Essensreduktion und das eigene Körpergewicht. Die Betroffenen empfinden sich, trotz häufig bereits gesundheitsgefährdendem Untergewicht, als zu dick und möchten weiter abnehmen.
Die Krankheit verhält sich ähnlich wie eine Suchterkrankung – die Betroffenen werden von einem ständigen Drang verfolgt, sich ihren zwanghaften Idealvorstellungen anzunähern. Die eigene Körperwahrnehmung bei den Betroffenen ist verzerrt. Angehörige und Freunde können das kaum nachvollziehen, wodurch den Erkrankten häufig Unverständnis entgegengebracht wird, obwohl es eine der gefährlichsten psychischen Erkrankungen, insbesondere bei jungen Erwachsenen, ist.
Eine häufige Schwierigkeit bei der Behandlung ist es, dass Magersüchtige sich nicht eingestehen wollen, dass sie ein krankhaftes Verhältnis zur Essensaufnahme haben und sich gegen eine Therapie wehren. Rückzug und soziale Isolation sind häufige Folgen der Magersucht. Zudem geht die Erkrankung meistens mit einer tiefgreifenden psychischen Störung einher.
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Die Symptome einer Magersucht sind vielfältig und hängen auch von der Ausprägung der Magersucht ab.
Eine Magersucht tritt meistens erstmalig im Jugendalter zwischen 15 und 25 auf. Häufiger sind Mädchen bzw. junge Frauen betroffen, aber auch Männer leiden an Magersucht. Bei der Entstehung einer Magersucht wirken häufig verschiedenen Faktoren zusammen und beeinflussen sich gegenseitig. Hierzu zählen unter anderem:
Bei Magersucht ist die eigene Körperwahrnehmung oft stark verzerrt. Viele Betroffene empfinden sich trotz deutlich gesundheitsgefährdenden Untergewichts weiterhin als zu dick und möchten weiter abnehmen. Dadurch fällt es häufig schwer, das eigene Essverhalten als krankhaft einzuordnen oder die körperlichen und psychischen Folgen realistisch zu erkennen.
Magersucht geht häufig mit einem starken inneren Druck rund um Essen, Gewicht und Kontrolle einher. Gemeinsame Mahlzeiten, Kommentare zum Aussehen oder Situationen, in denen das Essverhalten auffallen könnte, werden deshalb oft als belastend erlebt. Das kann dazu führen, dass Betroffene sich zunehmend zurückziehen und soziale Kontakte vermeiden.
Ja. Magersucht geht häufig mit weiteren psychischen Belastungen einher. Dazu können unter anderem Depressionen, Traumafolgestörungen, Angststörungen oder Zwangserkrankungen gehören. Gerade deshalb ist eine ganzheitliche Einordnung wichtig, die nicht nur das Essverhalten betrachtet.
Magersucht gehört zu den gefährlichsten psychischen Erkrankungen und kann mit schweren körperlichen und psychischen Folgen verbunden sein. Unter anderem können Mangelerscheinungen, Herz-Kreislauf-Störungen, hormonelle Veränderungen und starke Erschöpfung auftreten. Zudem ist das Sterberisiko deutlich erhöht. Eine frühe fachliche Unterstützung kann deshalb besonders wichtig sein.
Unsere Experten, bestehend aus Fachärzten, Therapeuten und Ernährungswissenschaftlern entwickeln ein ganzheitliches Therapiekonzept, das sich individuell an Ihren Bedürfnissen orientiert. Ziel ist es, dass Sie wieder einen gesunden Zugang zu sich erlangen und wir gemeinsam Präventionsstrategien entwickeln, die einen Rückfall vermeiden.
Mit neuer Kraft zurück ins Leben